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Onlinemarketing im Tourismus

von Dirk Schmücker (Gesch.- Führer ProjektM)

BEHRINGERSMÜHLE. 8,6 Millionen Deutsche nutzen derzeit das Internet, weltweit sind es rund 150 Millionen Menschen; Tendenz weiter steigend. Ein Vertriebsweg der "boomt". Daher ist eine Investition in dieses neue Medium derzeit ein "Muss" mit garantierten Zuwachsraten. So das Resümee von Referent Dirk Schmücker zum Schluss seines Seminars über "Online-Tourismus" im "Schulhaus" von Behringersmühle.

Seit 1992 stagniert die Zahl der Übernachtungen in Deutschland, die Auslastung der Beherbergungsbetriebe nimmt ab, Marktanteile gegenüber dem Ausland gehen kontinuierlich verloren. Es muss also nach Wegen gesucht werden, diesen Trend zu stoppen. Die Nutzung des Internets mit seinen ständig steigenden Benutzerzahlen bietet hierzu Möglichkeiten Marktanteile zurückzuholen und den Bekanntheitsgrad einer Region weltweit zu steigern.

Das Zauberwort heißt "Online-Marketing", also die konsequente Übertragung des Marketinginstrumentariums auf die Online-Medien. Das heißt: Die Kommunikation mit dem Kunden, die Vertriebsschiene und die Produktgestaltung sollte, ergänzend zu den bisherigen Wegen (Messen, Anzeigen, Prospekte), aufs Internet ausgedehnt und entsprechend aufbereitet werden.

Die Voraussetzungen, so Schmücker weiter, ist die Schaffung einer entsprechenden Organisationsstruktur, die Vernetzung aller Produzenten, damit "Bausteine" effizient kombiniert werden können (zum Beispiel mit Pauschalen). Ideal wäre auch die Computer-Vernetzung aller Touristinformation im Informations- und Reservierungsbereich, um Online-Anfragen möglich zu machen.

Der große Vorteil dieses Angebotes gegenüber gedruckten Prospekten ist die kurzfristige Aktualisierung aller relevanten Daten. Weitere Vorteile von Internetseiten sind die größere Informationstiefe und die Animation durch Videos und Filmsequenzen, die auf Wunsch abgerufen werden können. Außerdem sind "Webseiten" täglich 24 Stunden lang abrufbar. Der Gast ist also nicht auf Büroöffnungszeiten von Touristinformationen angewiesen.

Schmücker warnte allerdings davor, dass Pferd "von hinten" aufzuzäumen. Zuerst sollte also überlegt werden, was mit dem "Online-Produkt" erreicht werden will, dann erst sollte man daran gehen, das Konzept in die Tat umzusetzen, sprich, ein Internetangebot nach den Wünschen der Kunden zu erstellen. Bei der "Webgestaltung" sollten dann nicht selbst gestrickte Seiten planlos ins Netz gehen, auch hier gilt es einen klar erkennbaren Aufbau und eine benutzfreundliche, ansprechende Oberfläche zu gestalten.

10-15.000 Mark kostet solch eine anspruchsvolle professionelle Gestaltung, mit der man ein Jahr lang rund 8,6 Millionen deutsche Internetnutzer ansprechen kann. Im Vergleich dazu bekäme man dafür (nach Schmückers eigenen Erhebungen) etwa 15 kleine Anzeigen in einer regionalen Zeitung. Überhaupt, so zeigte eine Untersuchung der Uni Lüneburg vom Oktober 1998, ist derzeit noch ein starkes Missverhältnis zwischen den Ausgaben für Onlinedienste und zum Beispiel Messen festzustellen.

Nur rund 50 Prozent aller befragten Regionen und Städte haben derzeit überhaupt einen "Internet-Etat". Diese Institutionen geben im Durchschnitt 20-30 Prozent ihres Kommunikationsetats für Messen aus, aber nur ein bis zwei Prozent für Onlinedienste. Wenn man berücksichtigt, dass (nach neuesten Untersuchungen) derzeit nur 1,5 Prozent aller Gäste ihre Informationen über die Ferienregion auf Messen bekommen haben, sollte man nach Meinung Schmückers überlegen, ob nicht eine Verschiebung des Etats zugunsten der Online-Dienste in Betracht in Betracht gezogen werden sollte.

Dass diese Art der Kommunikation schon längst zum Alltag gehört machte Schmücker an einigen Beispielen deutlich. So ist es heute schon durchaus und vor allem im Geschäftsbereich üblich Zimmer, Flüge oder eine Bahnfahrkarte "online" zu kaufen. Der "E-Commerce" wie das "Einkaufen" im Internet auch genannt wird, erstreckt sich mittlerweile auf viele Bereiche des täglichen Lebens.

Der Deutsche gilt derzeit noch als "Einkaufsmuffel" im Internet. Er kauft zur Zeit vor allem Bücher- und Software im Internet und zunehmend, auch seine Urlaubsreise. Diese Erkenntnis werden viele der derzeit 17000 deutsche Reisebüros bald schmerzlich spüren, sofern sie nur als Reisemittler agieren. Schon heute kann man Zimmer ohne Vermittlung eines Reisebüros direkt beim Vermieter und damit ohne Provisionskosten im Internet buchen. Auch die Lufthansa hat diese Wettbewerbschance erkannt und kürzlich, nach Schmückers Worten, die Reisebüroprovision für Flüge auf fünf Prozent gekürzt. löw 

Auszug aus dem Online-Seminar von Dirk Schmücker (Uni Lüneburg) im Landhotel Behringersmühle am 14.04.1999

 

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