Willkommen auf der Homepage von Marga Neubauer und Reinhard Löwisch

Marga

Schule
Privat
Nankendorf

Unsere Krippe

Links
(c) 1998-2014
Home
Impressum

Nach oben Moderner Tourismus Familienurlaub in der Fränkischen Schweiz Fremdenverkehr anno 1929 Fremdenverkehr in Waischenfeld Gastlichkeit als Dienstleistung Geschichte der TZ Gutachten des Ideenkreis Online-Marketing Entstehung der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz Zum Tourismus (Bernard) Zehn Thesen

Der Fremdenverkehr in der Fränkischen Schweiz
im Jahre 1929.

Die Fränkische Schweiz ist heute innerhalb der Bundesrepublik zu einem Fremdenverkehrsgebiet erster Ordnung geworden. Es dürfte von Interesse sein, was Direktor v. Heiligbrunner vom Verkehrsverband Nordbayern im Jahre 1929 über die Entwicklung des Fremdenverkehrs in diesem Raum (in den er auch Hollfeld und Sanspareil, sowie im Osten Creußen einschließe) zu berichten weiß. Wir entnehmen in Auszügen seinen Ausführungen:

Im Sommer 1926 wurden 69 636 Fremde mit 118 752 Übernachtungen gezählt, im Sommer 1927 waren es 89 773 Fremde mit 165 922 Übernachtungen . . . "Die Zahlen der Fremden im Winter verhalten sich zu denen im Sommer in den Jahren 1926 wie 12: 70, 1927 wie 15: 90, 1928 wie 16: 113, woraus hervorgeht, dass der Berufsverkehr gegenüber dem Erholungsverkehr eine sehr untergeordnete Rolle spielt" . . . "Die Gesamtbevölkerung hat sich auf die Unterbringung der Fremden gut eingerichtet und 1926 rund 3400, 1927 rund 3900 und 1928 rund 4120 Betten dafür bereitgestellt«. . . "Die Belegung ist im Durchschnitt während des Sommers in den drei Jahren eine 25malige, bzw. 29- und 30malige gewesen« .

"Nach der Zahl der Übernachtungen (jeweils in den drei Jahren) gliedern sich die Hauptorte der Fränk. Schweiz wie folgt: Gößweinstein mit 73 416, Behringersmühle mit 32 120, Muggendorf mit 26 600, Pottenstein mit 25 984, Streitberg mit. 20 271" . . ."Gößweinstein steht unumstritten an der Spitze. Der Sommer- Erholungsverkehr ist so bedeutend, dass es mit seinen 57 461 fremden Besuchern in ganz Bayern nur von München, Nürnberg, Altötting, Lindau, Würzburg und Regensburg übertroffen wird« . . . "Auch seine Übernachtungen sichern ihm einen ehrenvollen Platz innerhalb Bayerns, denn es übertrifft damit Rothenburg, Oberammergau, Bad Aibling, Bad Brückenau usw. sehr erheblich« . . . Die hohe Bettenzahl zeige sich relativ in der Weise, "dass auf 100 Einwohner in Gößweinstein 198 Fremdenbetten treffen, womit Gößweinstein an zweiter Stelle in ganz Bayern steht". . . "Die Aufenthaltsdauer beträgt im Durchschnitt bei jedem Fremden 1,3 Tage, was wenig ist" . . . "

Behringersmühle dagegen bringt es in den letzten Jahren auf zweitägigen Aufenthalt. Die Bettenzahl des kleinen Ortes ist von 159 auf 173 und schließlich auf 209 gewachsen. Die Betten waren während des Sommers 154 mal belegt, eine Zahl, die nur von Eisenstein mit 160 noch übertroffen wird" . . . "Pottenstein hat einen höchst überraschenden Aufschwung genommen und steht mit seiner Steigerung sowohl in der Zahl der Fremden wie der Übernachtungen in Bayern einzig da: Sommer 1926: 3762 Fremde mit 7631 Übernachtungen; 1927: 1792 Fremde mit 4753 Übernachtungen; 1928: 7890 Fremde mit 25 984 Übernachtungen . . . Die Bettenzahl ist erstaunlich gestiegen von 160 auf 406« . . . "Muggendorf hat 1928 zum ersten Mal eine Statistik . . ., sie hat mit 3150 Sommergästen und 26 600 Übernachtungen sehr gute Erfolge aufzuweisen, ganz besonders hinsichtlich der Aufenthaltsdauer, die über acht Tage beträgt. Die Bettenzahl beträgt 308 und weist 86malige Belegung im Sommer auf«. . . "Streitberg ist von 1935 Sommergästen mit 11 097 Übernachtungen und schließlich auf 5273 Gäste mit 20 271 Übernachtungen gekommen, hat also fast 25% an Übernachtungen in den drei Jahren gewonnen und fast 50% an Fremden. Die Aufenthaltsdauer beträgt nicht ganz sieben Tage. Die Bettenzahlen sind von 215 auf 295 gestiegen«. . . Für Pegnitz stieg der Fremdenverkehr von 1927 auf 1928 von 2303 Fremden mit 3106 Übernachtungen auf 3473 Gäste mit 4490 Übernachtungen, was eine Zunahme der Fremden um 35% und der Übernachtungen um 45% entspricht« . . .

Forchheim ist etwas zurückgegangen, nachdem es im Jahre 1927 einen Aufschwung genommen hatte" . . . "Ebermannstadt und Heiligenstadt haben sich innerhalb der letzten drei Jahre gut entwickelt, wenn auch Ebermannstadt 1928 einen kleinen Rückschlag erlitt. Heiligenstadt ist aber sehr voraus hinsichtlich der Übernachtungsdauer, die nicht weniger als neun Tage beträgt, während es Ebermannstadt nur auf drei Tage bringt. Heiligenstadt hat bei 85 Betten 49mal belegt, Ebermannstadt bei 250 täglich 14mal" . . ." Interessant ist gerade bei der Fränkischen Schweiz die Zusammensetzung der Fremden: Insbesondere ist es Nürnberg, das beim Besuch der Fränk. Schweiz eine besondere Rolle spielt. Von den 73 000 Übernachtungen in Gößweinstein treffen z. B. auf Nürnberger allein 18 000, auf Oberfranken dagegen höchstens rund 4500, von den Streitberger 20 271 Übernachtungen treffen 9000 auf Nürnberger, auf Oberfranken höchstens 3500. Rechnen wir noch die Besucher aus Fürth und Erlangen dazu, so ergibt sich für die Besucher aus Mittelfranken noch eine wesentlich größere Verschiebung zuungunsten der oberfränkischen Besucher. Daraus geht hervor, dass die Fremdenverkehrsinteressen der Fränk. Schweiz absolut nach Mittelfranken d. h. nach Nürnberg gravieren und nicht nach Oberfranken". Die Zahlen, die Direktor v. Heilingbrunner in seinem Bericht nennt, könnten, verglichen mit den Zahlen des Jahres 1978, ein aufschlußreiches Bild geben von der Entwicklung des Fremdenverkehrs in der Fränkischen Schweiz in den letzten 50 Jahren.

Kaspar Kellermann, Aus: Fränkische Schweiz - Verein, Heft Nr. 1, 1980

Reinhard

Heimatkunde
Presse
Privat
Schallplatten
Alte Postkarten
Tourismus
Sitemap
 

R. Löwisch und M. Neubauer, Affalterthal 13, 91349 Egloffstein. Tel. 09197-697740