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Die Aubergkapelle

(Zustandsbericht (ohne Bilder) anlässlich der bevorstehenden Renovierung der Kapelle im Juni 1992)

Die kleine Feldkapelle liegt östlich des Wiesenttales am Höhenwanderweg von Nankendorf nach Waischenfeld, am Waldende. Sie ist -ohne Vordach- 3 x 3 Meter groß. Das Vordach schließt sich östlich an den Eingang der Kapelle an, es ist 3 Meter breit und 2.20 Meter lang, so daß die gesamten Maße der Kapelle 6 x 5,20 Meter betragen.

Die Kapelle ist vermutlich der Muttergottes geweiht, das Altarbild sowie einige Votivgaben deuten darauf hin. Wie alt die Kapelle ist, konnte bisher nicht festgestellt werden. Nach Durchsicht der im Pfarrarchiv Nankendorf lagernden Stiftungsbücher von 1890-1908,1920-1922, sowie 1925 und einem Kapitalienbuch von 1883 konnte lediglich herausgefunden werden, daß eine Aubergkapellenstiftung mindestens seit 1876 besteht.

Aus jener Zeit hat sich nämlich ein Sparkassenschein, ausgestellt von der Distriktsparkasse Hollfeld mit Datum vom 20. Februar 1876 erhalten. Einen weiteren Hinweis auf das Alter der Kapelle gibt der gebürtige Waischenfelder und ehemalige Mitarbeiter des Staatsarchivs Bamberg, Dr. Michel Hofmann in der Abbildung einer Karte von 1718, abgedruckt in den Fränkischen Blättern von 1953. Demnach soll zu jener Zeit schon eine Kapelle auf dem Auberg existiert haben.Da sich hinter dem barocken Holzaltar eine ca. 90 cm hohe halbrunde Nische in der westlichen Außenmauer des etwa 2,20 x 2 Meter großen Innenraumes befindet, liegt die Vermutung nahe, daß in dieser Nische früher eine Heiligenfigur befand.

Möglicherweise war die Kapelle deswegen früher eine Feldmarter die im Laufe der Zeit zu einer Kapelle erweitert wurde. Gestützt wird diese Ansicht von der Tatsache, daß der Vorbau der Kapelle mitsamt dem Dachreiter, nach Auskunft der noch lebenden Nachkommen, vom Brauereibesitzer Polster, anläßlich der Ernennung Nankendorfs zur Kuratie, 1927 angebaut wurde.

Von den beiden Glocken im Dachstuhl gibt die größere den Hinweis, daß sie 1849 von Linhard und Schühlner in Bamberg gegossen wurde. Diese Glocke befand sich aber nicht immer in der Aukapelle, die eigentlichen Glocken wurden während des 2. Weltkrieges abmontiert und weggeschafft. Deshalb wurde die kleine Glocke, eine Jahrmarkt-Schiffschaukelglocke, Geschenk eines Juden, der mit seinem Fahrgeschäft häufig in Nankendorf war, installiert. Die größere Glocke wurde vermutlich aus den übriggebliebenen Beständen des "Glockenfriedhofs" in Hamburg angekauft.

Aus den oben erwähnten Stiftungsbüchern geht weiterhin hervor, daß 1891 unter Leitung des damaligen Stiftungspflegers Georg Endreß aus Löhlitz Dachreparaturen vorgenommen wurden. Diese führte der Waischenfelder Maurer Thomas Schuster aus. Gebraucht wurden 80 Ziegeln, sowie Kalk und Farbe. Im gleichen Jahr hatte Schreinermeister Georg Rühr die Türen sowie die Kniebank angestrichen und das Altarbild repariert.  

An Inventar befand sich 1891 (lt. Stiftungsbuch) in der Kapelle: Der Altar nebst Bilder, 6 Leuchter, 3 Altartücher, 1 Opferstock mit Schloß, 1 Kniebank, 1 Glasgestell mit 2 Wachsfiguren,1 Glasgestell mit einer Wachsfigur und 3 lateinische Kanontafeln.

Heute, Stand 25.6.1992, befinden sich folgende Gegenstände im Innenraum des Altars:

Rechts neben dem Eingang und vor dem Holzgitter hängen zwei Bilder: oben, ein Bild mit Holzrahmen 46 x 35,5 cm groß, es zeigt eine Lourdeserscheinung, darüber ist eine Kirche abgebildet. Auf der Rückseite des Bildes steht: Fieber - Wihelmann, 20.5.1952. Darunter hängt ein Bild welches die hl. Maria von Cassan zeigt. Dieses Bild ist mit Holzrahmen 44,5 x 34 cm groß.

Links des Einganges und ebenfalls vor dem Holzgitter hängt ein Ölbild, welches mit Rahmen 64 x 53,5 cm groß ist. Im Bild links unten steht die Signatur: E. Wildinghoff. Hinter dem Holzgitter, welches den Raum in zwei Hälften teilt, hängen links des Altars fünf Bilder und ein Dankesschreiben, dessen Text in eine Holzplatte gebrannt wurde.

Daneben sind in der Ecke zwei Holzkrücken, eine Kanontafel und ein Unterarm aus Wachs. Dort hängt auch ein kleines Muttergottesbild ca. 22 x 15 cm groß, auf dessen Rückseite steht: "Maria hat mir in großer Not, in großer Not, geholfen, geweiht bei der hl. Mission 1948". Das große obere Bild ist mit Rahmen 44 x 34 cm groß, es zeigt ebenfalls die Muttergottes in blauem Mantel und dem Jesukind auf dem Arm. Das Bild darunter zeigt die Schmerzensmutter mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß. Es ist 42 x 32 cm groß. Daneben zwei weitere Bilder, unten Bruder Konrad, auf dessen Rückseite steht "1933". Dieses Bild ist 27 x 22 cm groß. Das Muttergottesbild schräg darüber ist 25 x 20 cm groß, , daneben ein Unterarm aus Wachs, der 27 cm lang ist. In der gleichen Ecke stehen zwei Holzkrücken. Sie sind 120 cm, beziehungsweise 88 cm hoch..

Der hölzerne Barockaltar ca. 150 x 135 cm groß steht auf einem gemauerten Altarsockel der wiederum auf Feldsteinen errichtet wurde. Den Mittelpunkt bildet ein Ölgemälde welches in einem Blechkasten mit Glastüre untergebracht ist. Das Bild zeigt eine Muttergottes nach Lucas Cranach, es ist am linken Bildrand signiert mit: Jacob / Link / pinx /1815. Das Altarbild hat die Maße 72,5x61,5 cm - ohne Rahmen.

Auf dem Altar befinden sich weiterhin sechs hölzerne Kerzenständer, eine Kanontafel, zwei schmiedeeiserne Kerzenständer, künstliche Blumengestecke und eine Holzplastik die vermutlich die Muttergottes im Rosenkranz darstellen soll. Am rechten Rand des Altares steht außerdem eine Gipsfigur der Muttergottes, sie ist 62 cm hoch. In der Ecke, rechts des Altares sehen wir eine 112 cm große Holzkrücke, daneben die dritte Kanontafel, darüber ein weiterer Unterarm aus Wachs mit abgebrochenen Finger. Er ist 30 cm lang. Darüber hängt eine gedruckte Dankesschrift von 1933. An der rechten Außenwand sieht man die 28 x 22 cm große Abbildung Jesus mit der Dornenkrone, darunter ein Portrait der Muttergottes mit den gleichen Maßen.

Fast alle beschriebenen Bilder sind wegen der feuchten Raumtemperatur in schlechtem Zustand. Das gesamte Inventar läßt darauf schließen, daß diese Kapelle in früherer Zeit eine Wallfahrtsstätte gewesen ist. Dies wird durch die zahlreichen Sagen, die sich um die Kapelle ranken, bestätigt. Auf dem Dachboden des Kirchleins fanden sich zwei Wachspuppen in Glaskästen und zwei kleine Bilder. Die Wachspuppen wurden nach altem Vorbild (die alten Kleider waren zerschlissen) wieder mit neuen Kleidern versehen vom Nankendorfer Frauenkreis. Die beiden Bilder bekamen neue Gläser, die Rahmen wurden wieder in goldener Farbe angestrichen.

Die große Wachspuppe ist 80 cm hoch, die kleine Puppe mißt 35 cm. Beide ähneln den bekannten Votivgaben im Votivkabinett der Basilika in Gößweinstein. Die beiden identischen reliefartigen Bilder, welche an Palmsonntag erinnern, sind jeweils 23 x 18 cm groß. Außerdem existiert noch ein weiteres Bild, welches die hl. Maria von Lourdes, eingerahmt von reliefartigen Blumenrankenwerk zeigt. Dieses ist 51 x 39 cm groß und hat auf der Rückseite des Bildes folgende Inschrift: "Margarethe Schrüfer in Neuwirtshaus 1895".

Alle beschriebenen Votivgaben, Puppen und Bilder, werden nach der Renovierung in der Kapelle wieder aufgestellt, beziehungsweise aufgehängt.
 

Reinhard

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